Andreas

Körner

Assistant Professor (Tenure Track)

TU Wien

Lehren und Lernen unterliegen zwar immer dem Wandel der Zeit, wurden aber noch nie überflüssig. Neueste technische Errungenschaften lassen viele zweifeln und verzweifeln. Das sollte uns jedoch nicht davon abhalten, gute Lehre zu bieten.

Am Lehren begeistert mich:

Einen „Aha“-Effekt erleben. Es gibt nichts Schöneres, als die Erkenntnis in den Augen unserer Studierenden zu sehen. 

So bin ich zum Lehren gekommen:

Ich habe als Tutor an der Universität angefangen und im Rahmen meines Doktorats begonnen, reguläre Lehrveranstaltungen zu halten. Dort ist der Funke übergesprungen.

Meine Erinnerungen an mitreißenede und gute Lehre in meiner Schul- und Studiumsvergangenheit:

Ich kann alle Erlebnisse auf einen gemeinsamen Nenner bringen: Begeisterung! Lehrende, die selbst nicht begeistert von ihrem Thema waren, konnten mich nie bzw. nur schlecht mitnehmen. Das hat sich durchgezogen, von der Schule bis zum Studium.

Das ist mir in meiner Lehrpraxis besonders wichtig:

Studierende, die sich auf mich einlassen sind mir wichtig. Für mich gibt es nichts Schlimmeres, als vor einem Auditorium vorzutragen, das nicht auf meine Fragen reagiert oder selbst welche stellt. Es ist mir sehr wichtig, die Studierenden mitzunehmen

Das bräuchte es meiner Meinung nach an den Hochschulinstitutionen vor allem, um „gute Lehre“ machen zu können:

Den Stellenwert der Lehre zu erhöhen und mit der Forschung auf eine Ebene zu setzen. Wenn wir nicht gut ausbilden, dann haben wir auch keine guten Absolvent_innen, die gute Forscher_innen werden können.

Mein top „unnützes Wissen“:

Auf der Insel Samos gibt es die „Höhle des Pythagoras“, in der sich Pythagoras vor seiner Emigration nach Italien versteckt haben soll.

Mein wichtigster „Geheimtipp „ als Experte/-in in der Hochschullehre:

Nahbar als Vortragende zu bleiben und sich nicht über den Studierenden zu sehen – Vortragende „zum Anfassen“

Meine Vision für die Hochschule der Zukunft – Insbesondere im Bezug auf Lehre, Lernkultur und institutionelle Entwicklung:

Lehren und Lernen brauchen Gemeinschaft! Wir können nicht alles durch Videos oder Online-Formate ersetzen. Menschen sind soziale Wesen, die Interaktion benötigen. Ergänzend sind diese Methoden aber sehr wertvoll.

So wird KI die Lehr-Lern-Arbeit bzw. das Beraten und Managen an Hochschulen verändern:

Die Interaktion zwischen Lehrende und Studierende wird ins Zentrum rücken. Hausarbeiten und akademische Arbeiten verlieren an Bedeutung ohne persönlichen Kontakt.