Gute Lehre ist letztlich auch empirisch: Lehr- und Lernerfolg lassen sich beobachten und messen. Das hilft, gut gemeinte Spielerei von wirksamer Lehre zu unterscheiden.
Mich begeistert, Menschen beim Denken zuzusehen: vom ersten Stirnrunzeln bis zum Aha-Moment. Ein kleines Lernwunder.
Zum Lehren kam ich früh: als Tutorin im Studium, später als Doktorandin direkt in der Lehre und ehrenamtlich bei Bildung und Begabung in vielen Schülerakademien. Die HAW-Professur verbindet all das sehr passend.
Ich erinnere mich an Lehrkräfte, die mich nicht aufgegeben haben – ich war eine schlechte Schülerin. Sie trauten mir mehr zu als ich mir selbst, stellten weiter Aufgaben und hielten an mir fest. Das hat meinen Bildungsweg entscheidend geprägt.
Mir ist wichtig, gute Lehre nicht mit reiner Zufriedenheit zu verwechseln. Lernen darf und muss manchmal anstrengend sein. Diese produktive Anstrengung sollten wir ernst nehmen und aushalten.
Es braucht ein gemeinsames Verständnis davon, wie Lernen funktioniert und was gute Lehre ausmacht. Beides sind keine Trendthemen, sondern Fragen, die wissenschaftlich fundiert beantwortet werden können.
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Studierende denken lassen. Nicht immer bequem, aber erstaunlich erfolgreich.
Meine Vision ist eine Hochschule, die Lehre wissenschaftlich fundiert, empirisch prüfbar und menschlich gestaltet: mit Raum für produktive Anstrengung, Aha-Momente, ehrliches Feedback und gemeinsame Verantwortung für Lernen. Zentrale Stichworte: Evidenz, Neugier, Anspruch
Ich hoffe, dass KI uns dazu bringt, wieder genauer zu fragen, wie Lernen und Kompetenzerwerb gelingen und was Lehrende wie Studierende brauchen, damit beides auch künftig möglich bleibt.