Zukunftsweisende Hochschullehre verbindet fachliche Exzellenz, gesellschaftliche Verantwortung und flexible Lernwege. Hochschulen sollten Räume schaffen, in denen Studierende Gestaltungskompetenz und Reflexionsfähigkeit erwerben können.
Mich begeistert als Wissenschaftsmanagerin im Bereich Studium und Lehre die Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Fachdisziplinen und Statusgruppen.
Nach Tätigkeiten in Forschung und Lehre während und nach meiner Promotion in Ägyptologie bin ich zunächst als Projektkoordinatorin ins Wissenschaftsmanagement eingestiegen.
Mitreißende und gute Lehre habe ich immer dann erlebt, wenn die Lehrperson für ihr Fachgebiet brennt und gleichzeitig eine offene und neugierige Haltung gegenüber Lernenden hat.
Für mich als Vertreterin des wissenschaftsstützenden Bereichs sind gegenseitige Wertschätzung und eine konstruktive Fehlerkultur, aber auch das von wissenschaftlichen Standards geprägte Arbeiten besonders wichtig.
Gute Lehre braucht verlässliche Ressourcen, institutionelle Wertschätzung und strategische Verankerung. Ebenso wichtig sind aber auch Freiräume für Innovation und Kreativität.
Im Alten Ägypten glaubte man, dass das Gehirn nur die Funktion hätte, Schnupfensekret zu produzieren. Das Herz war Sitz von Verstand und Gefühl.
Strukturen allein verändern keine Lehre – entscheidend sind Kommunikation, Beteiligung und Vertrauen.
Die Hochschule der Zukunft begeistert Studierende für unterschiedliche Fachkulturen und interdisziplinäre Zusammenarbeit. Sie ermöglicht es Studierenden, zu Global Citizens zu werden und für Werte wie Demokratie, soziale Gerechtigkeit und nachhaltige Entwicklung fundiert und mit wissenschaftlichen Argumenten einzutreten.
KI wird das Lehren und Lernen nicht nur an Hochschulen fundamental verändern. Ob zum Guten oder Schlechten wird davon abhängen, ob es gelingt, das Wissen über KI sowie die kritische Reflexion darüber statusgruppenübergreifend zu verankern.